50 Jahre Aperschnalzer Steindorf

erstellt am 31. Januar 2018

Die Aperschnalzer Steindorf feierten am 26. Jänner 2018 mit den örtlichen Vereinen und einigen Ehrengästen ihr 50jähriges Jubiläum. Aus Anlass des 50jährigen Bestehens wurde eine Festschrift heraus gegeben die auch die Anfänge in Steindorf beschreiben. Laut mündlicher Überlieferung wurde das Schnalzen bereits 1920 unter dem Namen „Faschingsschnalzen“ praktiziert. Vor Ausbruch des 2. Weltkrieges war eine Gruppe junger Männer als sogenannte „Kletzenbrotschnalzer“ im Dorf von Haus zu Haus am Weg. Der Liebe wegen zog es Paul Herzog sen. (Kreuzerwirt in Steindorf) nach Liefering und mit der Unterstützung der Lieferinger Schnalzer wurde in Steindorf eine Jugendgruppe aufgestellt. 1968 kam es dann zur Gründung des Vereines und seither werden die Traditionen um diesen Brauch hoch gehalten. Durch das große Verhandlungsgeschick kam es 1971 zur Aufnahme bei der Schnalzervereinigung Rupertiwinkl und das, obwohl man außerhalb dieses Gebietes ist. Der Brauch und die Vereine haben einen enormen Zuwachs, sodass mittlerweile keine Vereine außerhalb des Rupertiwinkles in die Schnalzervereinigung aufgenommen werden oder beim Rupertigaupreisschnalzen mitwirken dürfen. Die Steindorfer Schnalzer haben hier mit Sicherheit eine besondere Stellung.

In Steindorf wurde im Jahr 1980 das Rupertigau Preisschnalzen abgewickelt und auch bei den örtlichen Veranstaltungen wie beim Marktfest oder beim Michaelimarkt sind sie mit dabei.

Über 40 aktive Schnalzer sind mittlerweile im Verein sehr aktiv. Besonders erfreulich ist der starke Nachwuchs und so garantieren die Jugendpassen den Weiterbestand dieses Brauches in Steindorf. Im Rahmen des Vereinsjubiläums wurden auch die neuen Trachten präsentiert. Mit den Einnahmen aus den Verkaufsständen war es möglich einen Teil zu finanzieren. Schön ist auch, dass beim Jubiläumsabend auch drei Gründungsmitglieder mit dabei sein konnten. Franz Friedl, August Kern und Franz Fuchs wurden für ihre großen Verdienste das Ehrenzeichen des Landesverbandes in Gold verliehen.

Die Ehrengäste Bürgermeister Fritz Kreil, Gauobfrau Elfi Forsthuber und Landesobfrau Walli Ablinger-Ebner hoben in ihren Dankesworten die großen Verdienste um die Jugendarbeit ganz besonders hervor. Im Anschluss an die Feierstunde wurde der Abend musikalisch und die Trachtenmusikkappelle Hochfeld spielte auf.

Am Sonntag wurde dann noch das Gemeindeschnalzen für die Passen Anthering, Bergheim, Maxglan, Muntigl, Liefering, St. Georgen, Fürstenbrunn und Steindorf abgehalten.

Verfasser: LO Walli Ablinger-Ebner

Fotos: Schnalzer Steindorf und Heimatvereine (A.Reichl)

Drucken