Anlässlich der Bauernproteste des 16. Jahrhunderts beschäftigt sich Johanna Binder damit, wie Konflikte und Widerstand in bäuerlichen Gemeinschaften bis heute bestehen. Sie untersucht, mit welchen politischen, wirtschaftlichen und klimatischen Veränderungen
diese Konflikte zusammenhängen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Auseinandersetzungen, die durch Plantagenwirtschaft entstehen – eine Wirtschaftsform, die oft koloniale Strukturen fortführt und weltweit Landraub, Menschenrechtsverletzungen und Gewalt verursacht.
Am Beispiel der Comunidad de Paz in Urabá, Kolumbien, wird gezeigt, wie eng Großkonzerne, staatliche Gewalt und wirtschaftliche Interessen miteinander verbunden sind. Gleichzeitig stellt die Ausstellung den friedlichen Widerstand der Gemeinde in den Vordergrund: ihre Neutralität gegenüber bewaffneten Gruppen und ihre lebendige Erinnerungskultur, sichtbar in Wandmalereien und Denkmälern für die Opfer.
Eröffnung am Samstag, 2. Mai 2026, 14 Uhr
Einführende Worte: Karolina Radenkovic, Leiterin der Fünfzigzwanzig, Salzburg
Ausstellungsdauer: bis 31. Oktober 2026
Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 17 Uhr
Dieses Projekt ist eines von vier Ergebnissen der Landesausschreibung "SIMULTAN. Zeitgenössische Kunstproduktion in Salzburgs Regionalmuseen". Unter dem Motto SIMULTAN wurden Künstler:innen aus allen Sparten eingeladen, sich mit dem Generalthema „500 Jahre Bauernkrieg“ auseinanderzusetzen, aktuelle Fragestellungen aus der Perspektive der Gegenwart aufzugreifen, auf Sammlungsbestände einzugehen und sich mit den Standorten der Regionalmuseen zu verbinden. Nach den realen Präsentationen in den Museen folgen digitale Rundgänge auf den jeweiligen Homepages. Mehr dazu erfahren Sie unter: https://www.periscope.at/