Demokratie ist kein selbstverständliches Gut. Sie musste über Jahrhunderte erarbeitet und muss gerade heute wieder verteidigt werden. Die als Salzburger Bauernkrieg bekannten Aufstände der Salzburger Bergleute und Bauern 1525 und 1526 waren ein Versuch der Zivilbevölkerung, sich gegen die religiöse und weltliche Vorherrschaft des Kardinal-Erzbischofs Matthäus Lang von Wellenburg aufzulehnen.
Anlässlich des Gedenkens an „500 Jahre Bauernkrieg“ fragt WANN WENN NICHT JETZT nach der Dringlichkeit von Handeln heute, nach gesellschaftlichem Engagement, Zivilcourage und der Verteidigung der Demokratie. Fahnen dienen in Aufständen oder Aufmärschen der Orientierung, Zugehörigkeitsbekundung und Kommunikation von Forderungen und sind meist männlich konnotiert. Die „Plaisir-Plissée-Fahne“, die Barbara Holub in drei Workshops mit den Teilnehmer*innen konzipierte, nimmt stattdessen weiblichen und diversen Schwung auf. Nach der performativen Prozession und dem Hissen der Fahne sind die Bewohner*innen und Besucher*innen eingeladen, die an die Fahne angehängten Stoffbänder auszutauschen. Diese zeigen Textbeiträge, wie man FREUDE als Grundlage für kollektives Engagement befördern kann, um der gefühlten Ohnmacht in diesen politisch schwierigen Zeiten entgegenzuwirken.
Eröffnung am Sonntag, 17. Mai 2026, 15 Uhr
Einführende Worte: Tina Teufel, Kuratorin am Museum der Moderne Salzburg
Ausstellungsdauer: bis 31. August 2026
Öffnungszeiten: Mai, Juni: Mittwoch bis Sonntag 13 bis 18 Uhr | Juli, August: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Dieses Projekt ist eines von vier Ergebnissen der Landesausschreibung "SIMULTAN. Zeitgenössische Kunstproduktion in Salzburgs Regionalmuseen". Unter dem Motto SIMULTAN wurden Künstler:innen aus allen Sparten eingeladen, sich mit dem Generalthema „500 Jahre Bauernkrieg“ auseinanderzusetzen, aktuelle Fragestellungen aus der Perspektive der Gegenwart aufzugreifen, auf Sammlungsbestände einzugehen und sich mit den Standorten der Regionalmuseen zu verbinden. Nach den realen Präsentationen in den Museen folgen digitale Rundgänge auf den jeweiligen Homepages. Mehr dazu erfahren Sie unter: https://www.periscope.at/