Beeindruckendes Zitherkonzert in Memoriam Gitti Jischa

erstellt am 10.11.2019
Volksliedwerk
Die Mitglieder des Zitherverein „Edelweiß“ Salzburg mit dem Trio Rozej aus Slowenien anlässlich der beiden Konzerte.

Die beiden Zitherkonzerte, das erste am 8. November in Elixhausen und das zweite am 10. November im Lainerhof in Salzburg, standen ganz in Erinnerung an Gitti Jischa, der ehemaligen musikalischen Leiterin des Zitherverein „Edelweiß“ Salzburg, die am 4. April 2019 nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. 

Es war eine Freude, dass auch diesmal wieder viele Freunde der Zithermusik, die schon seit Jahren dem Zitherverein die Treue halten, gekommen sind. Was aber diesmal besonders auffiel, es fehlte jemand, es fehlte Gitti, die musikalische Leiterin. Sie wurde Anfang   des Jahres 2019 plötzlich aus dem Leben gerissen. 

Gitti Jischa war eine hervorragende Musikerin, Ensemble-Leiterin und eine großartige Lehrerin am Musikum in Salzburg mit der Begabung, Musik mit Begeisterung zu unterrichten.  

Auch der Zitherverein Edelweiß profitierte bei den Proben und Konzerten von ihren außergewöhnlichen Talenten. Mit Elan, Freude und Gefühl leitete sie durch die Konzerte. Musik war ihr Leben und sie musizierte mit Leidenschaft. Sie hat in ihrem Umfeld einen bleibenden Eindruck hinterlassen – musikalisch, wie auch menschlich.  DieProgrammauswahl und die Zusammenstellung des Konzertes trägt noch Gitti´s Handschrift.  In ihrem Sinne hat nun dieses Programm dankeswerterweise die Mutter von Gitti, Frau Elfi Jischa-Brandlhofer übernommen und mit den Mitgliedern des Zitherverein „Edelweiß“ einstudiert. 

Nach der musikalischen Begrüßung mit dem „Griaß di Gott“ – Boarischen, von Hans Gschaider, der wiederum auf nette und diesmal sehr einfühlsame Weise durch das Programm führte, wurden die zahlreichen Gäste und Ehrengäste herzlich willkommen geheißen.  

Dazu passend, folgten ein feierliches, ruhiges Volksmusikstück aus dem Salzkammergut: „Die Mitterndorfer Redoute Nr. 5“. und das Stück: „Marsch 1819“.                                                                                        
Für Gitti war der Humor und das Lustigsein genauso wichtig, wie das feine Musizieren. Gitti pflegte viele Freundschaften und hielt diese hoch in Ehren. Dazu intonierte das Zither-Duo aus dem Zithervereinsensemble – Maria Paulusberger und Hans Gmeiner- das „Menuett der Freundschaft“ von Hans Wiesholzer. 

Mit einem Menuett von Max Funk: „Venezianisches Glas“ ging die musikalische Reise in den Süden, nach Venedig, wo auch Gitti gerne Urlaub machte und mit Begeisterung davon erzählte.     Märchenhaft ging es mit der Gavotte von Hermann Schmidt „Märchen aus alter Zeit“, weiter. 

Gitti betreute viele Musikgruppen. So auch die SchattSaitn Musi, in der die neue Obfrau des Zitherverein „Edelweiß“ die Zither spielt.  Als musikalische Gäste, spielten sie von Tobi Reiser den Landler „Fürn Prinzen“ und von Maridi Vorreiter die „Hochkogelpolka“. Nach dem „Almröserl Ländler“ von Gernot Sauter, ging es dann teuflisch zu. Mit dem „Maunzteufelgalopp“ von Hans Gschaider wurde den Mitgliedern des Zitherverein „Edelweiß“ alles abverlangt. Dieses Stück entstand aus einer Sage nach vom Antheringer Haunsberg, wo beim Maunzgraben ein Unwesen gesichtet wurde, halb Tier, halb Mensch, mit Hufen an den Füßen, einen Löwenschwanz und einer Pferdemähne. Daher der Name „Maunzteufel“. 

Danach konnten besondere musikalische Gäste begrüßt werden: Monika Rozej, die zukünftige musikalische Leiterin des Zitherverein „Edelweiß“. Sie spielte das Zithersolo „El Primer Tango Para los mas pequenos“ von Fredrik Schwenk. Mit ihren zwei Brüdern Luca (Gitarre) und Matvz (Geige) spielten sie als Trio Rozej zwei Stücke, eine Potpourri von „Slowenischen Volksliedern“ und das Zitherstück von Georg Freundorfer „Der Weg zum Herzen“. Beide Stücke wurden vom Trio Rozej für die Besetzung – Zither, Geige und Gitarre arrangiert. 

Ausgeklungen ist das Zitherkonzert - in Memoriam Gitti Jischa – mit zwei Stücken von Gitti selbst:  

Der „Ja mei Landler“ und die „Gatsch Polka“ wurden vom Zitherchor und der SchattSaitn Musi gemeinsam musiziert. „Ja mei“, war so ein gläufiger Ausspruch von Gitti, den sie gerne verwendete. 

Zurück