Der Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg veranstaltet jährlich eine Ringvorlesung unter dem Titel „Politics, History, Migration and Culture. Austria in the 20th and 21st Century“. Die Vorlesungsreihe wird in englischer Sprache abgehalten und ist daher besonders für internationale Studierende interessant, die sich einen umfassenden Überblick über die österreichische Geschichte, Politik und Gesellschaft der letzten hundert Jahre verschaffen möchten.
In der letzten Vorlesungseinheit des Wintersemesters 2025/26 am 20. Jänner 2026 sprach Archivleiter Dr. Wolfgang Dreier-Andres über das reiche musikalische Erbe Österreichs und Salzburgs unter besonderer Berücksichtigung traditioneller Musik.
Die Vorlesung spannte anhand vieler Hörbeispiele einen Bogen vom Mönch von Salzburg über Paul Hofhaymer, Heinrich Ignaz Franz Biber und Wolfgang Amadé Mozart bis hin zur traditionellen Musik. Diese wurde von der Geigenhandschrift der Anna Maria Leyrsederin (1761) und die frühen Volksliedsammlungen Herders und Macphersons über die deutschnationale Verengung und anschließende Instrumentalisierung der Volksmusik während der NS-Zeit bis hin zu Crossover-Phänomenen wie Hubert von Goisern und Anna Buchegger behandelt. Parallelen zwischen dem deutsch- und englischsprachigen Raum, Unterschiede prä- und deskriptiver Musikkonzepte, sowie Einflüsse englischsprachiger moderner Musik nach dem Zweiten Weltkrieg wurden ebenfalls behandelt.
Dr. Wolfgang Dreier-Andres gave a fascinating lecture on musical traditions in Salzburg and Austria for international students at Salzburg University, as part of the Lecture Series "Politics, History, Migration and Culture. Austria in the 20th and 21st Century", organized by the Department of History (Fachbereich Geschichte). Dreier-Andres provided a wide-ranging historical overview, beginning with medieval period, before focusing on contemporary history. Students gained valuable insights into regional popular culture and very much enjoyed the numerous examples of different musical forms and folk songs.
Univ.-Prof. Dr. Laurence Cole, Leiter der Lehrveranstaltung
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