Eine Woche voller Musik! - 3. Salzburger Blockflöten-Tage

erstellt am 02.09.2028
Volksliedwerk

Eine Woche voller Musik!
Nachbericht der 3. Salzburger Blockflöten-Tage (23.8. – 27.8.2026)

3 – 2 – 1 – und es ist wieder so weit: Bereits zum dritten Mal fanden dieses Jahr die Salzburger Blockflötentage statt. Diesmal von 23. bis 27. August im Jugendgästehaus Peilsteinhof. Mit insgesamt 25 Kindern aus dem Salzburger Land, Kärnten und Bayern und 4 ReferentInnen verbrachten wir lustige, musikalische Tage im wunderschönen Kleinarl.

Gleich morgens nach dem Frühstück startete jeder Kurstag mit einem gemeinsamen Warm-Up. Wahrnehmungsübungen in der Gruppe, Bodypercussion, kurze Rhythmusübungen und Reaktionsspiele brachten uns auf „Betriebstemperatur“ und machten uns fit für das darauffolgende abwechslungsreiche und vielfältige Kursprogramm.

Es gab jeden Tag einige Fixpunkte, so zum Beispiel das Ensemblemusizieren. Hier waren die Kinder je nach Alter und Spielniveau in 5 verschiedene Ensembles eingeteilt. Die Kleingruppen wurden von uns ReferentInnen (Rike Grünemeyer, Bernhard Girardi, Isabella Stabentheiner) betreut. Neben dem Ensemblemusizieren stand auch jeden Tag eine Orchestereinheit am Programm: Hier konnten die Kinder und Jugendlichen in vier ganz unterschiedliche Stücke und damit vier komplett unterschiedliche musikalische Stile hineinschnuppern. Musiziert wurden ein Arrangement vom bekannten Hit Rock around the clock, die Buchhammer Polka, ein zackiges Volksmusikstück aus dem Spielgut der Rupertiwinkler Musikanten, die Sternweis, eine ruhige Bläserweise von Paul Moser, sowie das fünfstimmige Renaissance-Madrigal The silver Swan von Orlando Gibbons. 

Für einige Kinder und Jugendliche war es das erste Mal, in einer so großen Formation mit allen möglichen Blockflöten (von Sopranino bis Subbass) zu musizieren. Viele Kinder konnten im Orchester oder auch in den Ensembles Blockflöten ausprobieren, die sie sonst noch nie oder eher selten gespielt haben – vielleicht haben einige nun die Tenorblockflöte oder die Bassblockflöte für sich entdeckt?

Neben dem Blockflötespielen stand auch jeden Tag eine Choreinheit am Programm, bei der unsere Chorleiterin Stefanie Schnell mit uns einen Streifzug durch unterschiedlichstes Repertoire machte: Von Wo san denn die lustigen Tånza über einen Viva la Vida – Kanon, bis hin zu D’Sunn geht auf von den Poxrucker Sisters und dem Zwiefachen Leitl, miaßts lustig sein.

Und bei so viel Musik darf ein bisschen Bewegung natürlich auch nicht fehlen: Um dem Nachmittagstief vorzubeugen, heizte uns Stefanie bei den Tanzeinheiten richtig ein. Die Pausen wurden ausgiebig am vollausgestatteten Spielplatz vom Peilsteinhof verbracht. Und am Abend gab es noch eine Partie Volleyball am Sportplatz. Wer dann immer noch nicht genug hatte, konnte sich freiwillig einem abendlichen Spaziergang – dem Kesselfallrundwanderweg – anschließen.

Am Mittwoch Nachmittag fand dann das Highlight der Woche statt: Wir machten uns auf den Weg zum Jägersee, um dort die alljährliche Blockflöten-Rallye rund um den See zu veranstalten. Es wurden vier Teams ausgelost, die gegeneinander bei sechs verschiedenen Aufgaben antraten. Die verschiedensten Fähigkeiten waren hier gefragt: Musikalische Begriffe wie „Andante“ pantomimisch darstellen, alle Blockflötengrößen von Garklein bis Subkontrabass in die richtige Reihenfolge bringen, musikalische Aufnahmen den richtigen Epochen zuordnen, ein Rhythmusstück mit Ästen, Steinen und Zapfen erarbeiten, bekannte Kinderlieder aus dem Kopf heraus auflegen und im Wald versteckte Rhythmusschilder finden.

Am Abend wurde im Garten vom Peilsteinhof mit unseren Gastgebern gegrillt. Nach einem gemütlichen Beisammensein beim Abendessen fand dann noch die große Finalrunde statt, bei der die Teams noch eine besondere Aufgabe bewältigen mussten, nämlich das bekannte Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ zu vertonen, zu gestalten und vorzuführen. Dabei war alles erlaubt: Kreative, überraschende Wendungen in der Geschichte, selbsterfundene Rollen, das Einbauen des Kurspublikums, Tanzchoreographien, Musikeinlagen und vieles mehr. Die Kinder und Jugendlichen erarbeiteten hier wirklich lustige und individuelle Kurzversionen des Märchens, bei denen sich jeder und jede nochmal so richtig einbringen konnte – schließlich ging es auch um die finalen Punkte für die Blockflöten-Rallye. Nach einer gelungenen und mit viel Applaus kommentierten gegenseitigen Vorführung der Szenen durfte die wohlverdiente Siegerehrung mit ein paar kleinen Nasch-Preisen und Urkunden natürlich nicht fehlen.

Wenn ansonsten noch Zeit blieb, wurden die Gerätschaften am Gelände vom Peilsteinhof (Reifenschaukel usw.) ausgiebig genutzt oder im Speisesaal noch bis zur letzten Sekunde vor der Nachtruhe Gesellschaftsspiele gespielt.

Am letzten Tag, am Donnerstag 27. August, wurde dann nochmal fleißig geprobt und gesungen, damit am Abend beim Abschlusskonzert alles glattläuft. Um 18:00 Uhr hießen wir alle Eltern und Interessierten willkommen zu unserem Abschlussabend im Garten. Neben drei Orchesterstücken präsentierte jedes Ensemble ein bis zwei Stücke und es gab zwei Chorbeiträge. Danach war es dann auch schon wieder an der Zeit, sich zu verabschieden. Eine intensive Woche… und doch ist sie so schnell verflogen!

Ich wünsche allen TeilnehmerInnen der 3. Salzburger Blockflöten-Tage, dass sie eine wunderbare Zeit hatten, gefüllt mit musikalischen Aha-Momenten, freundschaftlichen Begegnungen und lustigen Erlebnissen!

Ich freue mich, wenn wir uns vielleicht im nächsten Jahr bei den 4. Salzburger Blockflötentagen wieder sehen!

 

Text und Fotos: Isabella Engl (Seminarleitung)

 

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